Motorrad

In diesem Beitrag geht es um unsere Reisegefährten. Woher wir sie haben, warum diese, was sie bieten, wie sie sich schlagen, was wir verändern, was uns gefällt, was nicht und viele weitere Informationen. Dieser Beitrag wird sich ständig verändern.

 Honda XR 190 L

Zwei Reitwagen vor traumhafter Kulisse

Die Motorradsuche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Unser Wunschbike, eine Yamaha AG200 wird nicht mehr gebaut. Die alternative des selbigen Herstellers, die XT 125, ist erst ab Dezember wieder lieferbar. Der Gebrauchtmarkt in Chile ist absolut überteuert und die Maschinen werden selten gut gepflegt.


21a Der erste Ausritt ueberzeugtWir21b Der erste Ausritt ueberzeugt schwenken also um und schauen kurzerhand mal was Honda so zu bieten hat. Über 2500€ wollen wir nicht ausgeben. Bei einer Neumaschine wird es da eng und es kommt eigentlich nur die XR 150 in Frage. Die Bauart in diesem Preissegment ist automatisch das, was wir ohnehin suchen. Einfach. Keine überflüssige Technik. Keine überflüssigen Kilos. Luftgekühlt, ein Zylinder, kein Assistenzsystem Schnick Schnack, unter 140Kg vollgetankt. Überall zu reparieren durch einfache zuverlässige Stahlkonstruktion.
Neben dem 150er Einzylinder wird uns eine neue XR mit 190ccm und einer Lambdasonden gesteuerten Einspritzung unter 3000€ angeboten. Der Motor wurde bereits ein Jahr in der Straßenversion CB 190 getestet und nun an eben jenem Montag, an welchem wir bei Honda aufschlagen erstmals als XR 190 L angeboten. Einer geländegängigeren Enduro Version also. 19” Vorder- und 17” Hinterrad, Bremsscheibe vorne, gekapselte Trommelbremse hinten ausreichend Federweg und benutzerfreundliche 830mm Sitzhöhe. Mit 12 Litern im Tank wiegt die gute immer noch keine 150Kg.
Neu gekauft, erstmal zerlegenDas Mopped und ich lernen uns kennenDer erste Eindruck ist sehr positiv. Angenehme Sitzposition, alle Bauteile wertig und durchdacht angeordnet, übersichtlich gestaltete Technik. Alles leichtgängig, der Motor schnurrt beim Druck auf das Knöpfchen einwandfrei, man kann natürlich auch kicken wenn man möchte. Der Einspritzer verspricht deutlich mehr Zuverlässigkeit bei den nicht selten über 4000m liegenden Andensträßchen und sollte im Vergleich zum Vergaser auch deutlich sparsamer sein, was die Mehrkosten bei der Anschaffung auf die geplanten 50000 Tourenkilometer auch wieder reinholen sollte.
Das Ding ist gekauft für umgerechnet 2800€ inclusive den ersten 2 Inspektionen, einem einjährigen rund um die Uhr Pannenservice und einer Kilometer unabhängigen Garantie auf die Maschine. Die Anmeldung und die Versicherung wird kostenlos vom Händler übernommen und ein Liter Öl + passendes Kettenspray gibt es geschenkt. Die erste Fahrt besiegelt das Schicksal der Zweiten in Chile verkauften XR 190. Sie geht auch an uns!
24a Datenblatt Honda XR 190L Die ersten Tausend Kilometer überzeugen uns dann vollends. Bei 80 - 90 Km/h Reisegeschwindigkeit und gelegentlichen steilen Anstiegen, vielen Kurven und manchmal starkem Gegenwind liegt der Verbrauch trotz vollem Gepäck stets zwischen 2 und 2,5 Litern 93er Super auf 100 Kilometer. Damit ergibt sich eine Reichweite von 500 - 600 Kilometern mit dem kleinen 12 Liter Tank. 14 Bau der WerkzeugrollenDie 17 Pferdestärken reichen für jede Steigung und für jeden Ampelstart in der Stadt. auch zu zweit ist die Leistung noch ausreichend. Die Bremsen sind, auch wenn wir das nicht erwartet haben eine Wucht. Man kann trotz vollem Gepäck bei gutem Gripp problemlos das Hinterrad schweben lassen. Fahrwerk kommt nur bei Soziusfahrt im Gelände an seine Grenzen. Mit Gepäck sind selbst gröbere Wellblechpisten und grabendurchzogene Gefällestrecken kein Problem. Die ersten zwei Umfaller und einen Sturz hat die XR sehr gut weggesteckt. Ein paar Kratzer an den Rasten und dem Frontkotflügel waren alles. Die Hebel haben sich wie geplant beim Sturz verdreht, NICHT verbogen, und sind mit einem Schraubendreher schnell wieder korrekt justiert. Nach den ersten 1000km noch schnell eine Werkzeugrolle mit der Hilfe von unserem Gastgeber in Santiago konstruiert. Das Material haben wir gemeinsam im örtlichen Baumarkt besorgt. Ein HT Rohr, ein Deckel, ein Winkelstück mit Schraubdeckel und die Schlauchschellen.45aKreativstunde Vorbereitung der Werkzeugrollen Das Winkelstück zersägt und die Verschraubung an das gerade Rohr geklebt, auf der anderen Seite den Deckel drauf. Das Ganze schnell lackiert, die Schlauchschellen um den Rahmen und das Rohr gelegt und angezogen. Schon ist die Kiste Reisefertig.

 

 

 

 

 

 

Km 6000

17. Dezember 2016

6 Wochen unterwegs

Die Bikes fahren noch. Der durchschnittliche Benzinverbrauch liegt immer noch bei legendären 2,1 Litern. Bei Gegenwind, muss ich zugeben, sieht das hier in Patagonien und Feuerland manchmal etwas anders aus. Diese kurzen Verbrauchsspitzen sind bei derartigen Naturgewalten zu verzeihen. Nach 4000km ist der Ölfüllstand nicht mehr bei Max und es werden mal 100ml nachgefüllt.

Das größte Problem der ersten Etappe nach Puerto Montt ist gerade bei den sehr angenehmen Temperaturen ein ganz anderes. Der Endtopf verschmort bei beiden Bikes die jeweils rechte Satteltasche. Nachdem ein Kupferrohr unter dem serienmäßigen Plastikschutz keine Erlösung bringt und auch die zusätzlichen Unterlegscheiben, die das Plastik auf Distanz bringen sollen, nichts helfen muss in Puerto Montt was nachhaltigeres her.

69aDas Hitzeproblem wird geloest mit Kork und Fieberglasmatten69cDas Hitzeproblem wird geloest mit Kork und Fieberglasmatten

 

 

 

 

 

 

 

 

69eDas Hitzeproblem wird geloest mit Kork und Fieberglasmatten47Reparatur der Satteltaschen

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich nun jeden Baumarkt in der Gegend kenne und einen Kurs in technischem Spanisch absolviert habe ist die Lösung konstruiert:

1. Eine Lage Hitzeschutzband um die hohen Temperaturen etwas zu bändigen.
2. Eine Lage Kork.
3. Umlaufende Schlauchschellen um das ganze zuverlässig zu befestigen.
4. Der originale Plastikschutz.
5. Noch eine Lage Kork zur endgültigen Eliminierung der schädlichen Hitze an den Taschen.

Die Taschen werden kurzer Hand mit Kreppband geflickt und von innen mit Bootssilikon aus dem Marineshop wieder abgedichtet.
Hält!

Ansonsten können wir auch nach zahlreichen Stürzen nur von kleinen Kratzern, ein paar geradegebogenen und einem abgebrochenen Bremshebel berichten, nichts Tragisches also.

Joana wird vom Wind auf tiefem Schotter bei höherer Geschwindigkeit ordentlich zerlegt. Glücklicherweise scheint es nichts Gröberes zu sein. Der Geradeauslauf stimmt nach ein paar kräftigen Tritten vors Vorderrad wieder. Bei nächster Gelegenheit werden die Gabelholme gelockert, zurechtgedreht und nach Augenmaß gerade wieder festgezogen. Passt!

Die 6000er Inspektion führen wir bei Honda Pablo Paredes, dem ehemaligen Motocross Champion Chiles durch. Der Chef selbst hat neben seinen Rennen immer selbst gebastelt und erledigt auch unsere Inspektion höchst persönlich. Kostenlos versteht sich. Bremshebel, Öl und Komplettwäsche gibt es gratis dazu! So lässt es sich angenehm reisen!

 

Km 10500

20. Januar 2017

10 Wochen Unterwegs

Die HebebuehneLetzter oelwechsel bei HondaDie Maschinen laufen noch. Die Kälte, der Gegenwind, der Regen, das Salz können ihnen bis jetzt nichts anhaben. Bezüglich der bisherigen Problemchen gibt es keine Veränderungen. Die Satteltaschen sind seit Puerto Montt nicht weiter verschmort, das 10W 40 Öl von Pablo verrichtet seinen Dienst sparsamer. Auf den Seitendeckel abletzten 4500Km musste Oelpumpe gechecktnichts nachgefüllt werden. Der Durchschnittsverbrauch des Benzins hingegen ist, vermutlich aufgrund des Windes, auf 2,3L/100Km gestiegen. Können wir uns gerade noch leisten.

 

 

 

Ordnung muss seinOelsieb rausJetzt ist eine Inspektion fällig. Diesmal die etwas größere mit Ölfilterreinigung. Ich muss im Hondashop in Santiago mal wieder etwas länger diskutieren bis ich der Inspektion endgültig beiwohnen darf, um zu lernen, wie man denn den Ölfilter bei dieser Maschine reinigt. Ich schaue mir an, wie der Seitendeckel abgenommen wird, ein kleines Sieb Werkzeug fuer den ReifenwechselAlles sauber, wieder rein damitunter dem Hauptöldurchlauf direkt hinter der Ölpumpe herausgezogen wird. Einmal abblasen und wieder hineinschieben. Seitendeckel mit seinen 12 Schräubchen wieder montiert und oben das Öl reingekippt. Fertig ist der “große” Ölwechsel in ca. 10 Minuten.

 

Den Rest lasse ich den Herrn aus der Werkstatt ohne meine kritischen Augen im Rücken erledigen. Ein Fehler, wie ich später leider feststellen muss. Bei dem Abnehmen des Seitendeckels zur Kontrolle des Luftfilters hat der Spezialist die Seitendeckelschraube fast rundgedreht. Außerdem muss ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass das Bike zwar nicht sonderlich gut gereinigt wurde, der Kettenlaufschutz jedoch völlig öl- und dreckfrei ist, was bedeutet, der Hochdruckreiniger muss direkt auf die Kette gehalten worden sein. Gift für die kleinen O-Ringe der Kette. Hoffentlich hält sie noch eine Weile. Auch der nicht korrekt funktionierende Bremslichtschalter des Bremshebels ist den Experten nicht aufgefallen, was nicht gerade von Gründlichkeit zeugt. Da die Inspektionen von nun an auch Geld kosten (ca. 70€ pro Bike alle 6000Km), ist die Entscheidung, bestärkt durch die Schlamperei, ohnehin gefallen: Diese Maschinen sehen keine Werkstatt mehr von innen. Das wir von nun an richtig gemacht. Mit dem Taschenmesser und meinen drei Schlüsseln am Straßenrand.

 

Die neuen Reifen erhoehen den SchwerpunktDer Kampf geht in die erste RundeMit dem Selbstmachen fange ich gleich an, nachdem ich nach kurzer Suche in ein paar Reifenshops Santiagos bei Metzeler Santiago vier brandneue Metzeler Enduro 3 Sahara Reifen bekomme. Das Aufziehen der Reifen soll ungefähr 12€ kosten und als ich höhre, es würde nur hinter verschlossenen Türen in der Werkstatt stattfinden, ein paar technische Finessenrohe Gewaltschnalle ich mir die vier Reifen kurzerhand mit dem zufällig mitgeführten Spanngurt aufs Bike, handel noch einen Discount für arme Biker heraus und fahre mit den Gummis zum Daniel auf die Terrasse, wo ich mich dann im Selbstaufziehen versuche. Kleine Regel, um die Aktion etwas interessanter zu machen: Es werden Unermesslich ist die Kraft, wenn man mit dem Hebel ...der Kluegere gibt nachausschließlich die beiden mitgeführten Notfallmontiereisen von je ca. 22cm Länge benützt. Eine gute Übung für den Notfall einer Punktur auf offener Straße.

 

 

 

neue Sportart Reifen ringenDas Hinterrad sträubt sich besonders gegen die Montage mit seinem kleinen 17” Umfang und der stabilen Karkasse der Offroadreifen. Es ist schweißtreibend bei den guten 30 Grad, die hier herrschen, aber nach ein paar geklemmten Fingern, vielen Flüchen und den Eisen an der Belastungsgrenze ihrer Flexibilität springt der erste Reifen ins Felgenbett. Luft drauf, hält! Der zweite geht schneller, der dritte noch schneller und der vierte wie von allein. In der Zeit hätte man freilich das Geld für die Montage lange verdient...aber nun ist es selbstgemacht und nur das zählt. Auswuchten ist bei den geringen Geschwindigkeiten, mit denen wir uns fortbewegen, unnötig.

Die erste Probefahrt zeigt keine Auffälligkeiten. Laufruhe und Geradeauslauf top, Handling und Offroadgrip deutlich besser als zuvor.

 

Die Kette muss nach der kurz zuvor erfolgten Inspektion wieder etwas gelockert werden und es kann schon wieder losgehen. On the Road mit frischen Reifen und frischem Öl. Ein gutes Gefühl.

 

 

Km15500

20. Februar 2017

14 Wochen unterwegs

 

Die Maschinen laufen wie die Hölle.

Alles was man brauchtOriginal gefertigt in ParaguayDer Benzinverbrauch ist auf sagenhafte 2,0 Liter gesunken. Der Ölverbrauch ist nicht messbar. Wir sind mit den Kleinen mehrere hundert Kilometer jenseits der 4000 Höhenmeter unterwegs und sie erklimmen trotz Gepäck, 20 Liter Wasservorrat und einem deutlichen Sauerstoffmangel jede Steigung. Einen Bremshebel haben wir im Schlamm eingebüßt. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln.

 

Wir graben uns durch Atacama Sand, über Andenfels und in den Chaco Schlamm. Alles was die Maschinen danach nötig haben, ist eine kleine Wäsche. Und einen kleine Gabelkorrektur, weil Joana ihre Künste als Stuntwomen diesmal bei ganzen 50 Stundenkilometern unter Beweis stellen muss.

Weil die beiden sich so gut geführt haben, gibt es zur Belohnung schon 1000 Kilometer früher als vorgesehen neuen Lebenssaft, eine kleine Schmiereinheit für alles, was sich bewegt und ein lange ausstehende Innovation in der Gepäckaufhängung.

Die Bikes vorwaehrendDer erste selbst durchgeführte Ölwechsel bei der XR dauert ungefähr fünf Minuten und kostet trotz gutem Castrol Öl hier nur 8€. Die Maschine braucht nur einen Liter. Perfekt. 20W50 vollsynthetisch wird diesmal wegen der hohen Umgebungstemperaturen spendier. Einen neuen Hebel bekommen wir aus brasilianischer Produktion für und nach der Pflegeumgerechnet 3€ und eine neue H 4 Birne “Made in Germany”, weil Joanas Fernlicht nicht mehr funzt für 5€. Paraguay ist nen Traum für Schrauber. Es gibt alles auf hohem Niveau, aber verdammt günstig.

 

 

 

 

Udo`s Dienstwagen noch lange nicht an der BelastungsgrenzeDas Abstandsblech linksDer neue HitzeschutzWegen der hohen handwerklichen Geschicklichkeit hier und der Tatsache, dass fast alle hier in dieser Enklave deutsch sprechen, beginne ich Hoffnungen zu hegen, nun endlich eine geeignete Basis für unsere Satteltaschen zu schaffen, um das starke Erhitzen auf der einen und das starke Durchhängen auf der anderen Luftig und leichtRohre fuer Udo Siemens patentierte KuhfaengerSeite endgültig in den Griff zu bekommen. Vom Metallbauer “Udo Siemens” hier in Filadelfia lasse ich zwei Auspuffbleche mit einem doppelten S-Profil biegen und vier Löcher für eine Schlauchschellenhalterung einstanzen. Ohne schweißen fest verankert und endgültig hitzeentkoppelt, gefällt mir die Lösung und die Umsetzung so gut, dass ich mir gleich die nächste Optimierung ausmale. Ein Abstandsblech auf der linken Seite, welches das Pendeln der Satteltasche bei harten Bodenwellen in den Radkasten hinein verhindert. Kleines Verkleidungsblech an drei Stellen mit der Soziusgriffhalterung bzw. mit der Bordwerkzeugboxaufhängung darunter verschraubt, ist die Platte bombenfest. Die Abstandsbolzen werden im Metallrohrgroßhandel vom Zehn-Meterstück auf exakt 43mm zurechtgeschnitten, die längeren Halteschrauben gibts im Baumarkt gegenüber und das Blech wird sogar noch mit Haftgummi aus dem Industriebaustoffmarkt beklebt. Wenn es doch nur immer so einfach wäre. Alles in allem kosten mich alle Werkstücke zusammen incl. Halterungen ca. 40€, etwas mehr als ein Hitzeschutzblech ohne dazu gehöhrige Halterung in Deutschland.

Chef persoenlich mit seinem Gesellen und seiner TochterAlles drangeschraubt erfüllt mich der Anblick ein bisschen mit Stolz. Selbst entworfen, selbst angepasst, selbst montiert und das inmitten Paraguays entlegenster Gegend, dem Chaco. Damit hätte ich nicht gerechnet. Die Maschine ist wieder ein bisschen individueller. Es ist ein bisschen mehr meine Maschine als eine Maschine. Da macht es doch gleich noch mehr Spaß endlich wieder loszufahren!

Mein Freund aus dem Baumarkt

 

Kilometer 19500

Filadelfia, Paraguay

15 Wochen Unterwegs

Nach dem feinen Sand der Wüste, dem Salz der Hochlandpfannen und schließlich dem klebrigen Schlamm des Chacos wird es mal wieder Zeit für ein bisschen Sauberkeit und Pflege. Die Bikes werden auf Hochglanz geputzt. Sie bekommen neues 10 W 40 Teilsyntethisches Öl, allen europäischen Normen entsprechend. Joana`s Moped bekommt noch eine neue H4 Birne vorne eingesetzt, da sich bei der Alten das Fernlicht verabschiedet hat.

Schoene Werkstatt

 

Kilometer 22000

Uruguaiana, Rio Grande do Sul, Brasilien

15 Wochen unterwegs

 

Ausbau des FiltereinsatzesDer hats hinter sichNach nunmehr 22000 Kilometer und vielen staubigen Pisten ist ein neuer Luftfilter fällig. Das Originalteil kann man nicht reinigen. In Brasilien, so versprechen wir uns, sollte es bei den ganzen 190ccm Hondas kein Problem sein das Teil zu bekommen. Schnell stellt sich heraus, wir haben uns getäuscht. Das chilenische XR ModellAusschneiden des alten FiltermaterialsHeraustrennen des alten Filtermaterials hat eine einmalige Konstruktion mit einem besonderen Plastikrahmen um den Filter herum. Kein vergleichbarer Filter passt. Nach kurzem Zögern schlage ich einen anderen Weg ein. Ich messe nur den eingeklebten Filtereinsatz und lasse mir alle verfügbaren Filter bei Honda auf den Tisch legen. Nacheinander messe ich sieNach dem Ausschneiden des Filtermaterials haben wir einen schoenen RahmenScheint zu passen und finde einen, der ungefähr passt. Mit meinem Taschenmesser schneide ich den Filtereinsatz aus dem Plastikrahmen, setze den neuen Filtereinsatz ein und hole mir aus der Werkstatt eine Silikon Kartusche. Rundherum wird der Filter abgedichtet. Nach einer Stunde Trocknen bauen wir das Ding ein und starten den Motor.Mit Silikon wird er abgedichtetDer neue Lufi, da wo er hingehoert Läuft! Ich schraube den Luftfilterkasten wieder auf und schaue mir die Konstruktion nochmal an. Nichts verrutscht, keine Luftlöcher, Dicht!

 

Der stolze BastlerIt´s Tooltime

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links der Alte, Mitte der alte Rahmen, rechts der neue Einsatz