Chile Infos

 

Im Anflug auf Santiago de ChileEingereist sind wir per Flugzeug von FFM über Madrid nach Santiago mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia. Wir haben 630€ für Hin- und Rückflug bezahlt (war zusammen günstiger als ein Einfachflug). Den Rückflug haben wir direkt storniert.
19a Schwer bepackt aber gluecklich das alles angekommen20c Ueber den AndenEinreise am Flughafen Santiago: Immer Richtung Gepäckausgabe halten, auch wenn die Ausgangsbeschilderung manchmal woanders hindeutet. Man kommt dann automatisch zur “Immigration”. Dort bekommt gibt es einen Stempel in den Reisepass und einen kleinen Zettel, ähnlich einer Quittung mit einem Stempel von der Polizei. Diesen Zettel nicht wegwerfen, er ist bei Polizeikontrollen und bei der Ausreise wichtig. Danach geht’s zum Zoll. Einmal kurz wird das Gepäck durchleuchtet und schon ist man draußen.

Vom Hauptausgang des Flughafens rechts halten, um einen günstigen Bus mit der Aufschrift “Centro” zu erwischen. Preis 1700 Peso (2,50 €) Geldwechsel ist im 2. Stock des Flughafengebäudes zu einem vernünftigen Kurs möglich. Auch Geldautomaten gibt es dort.
Gebührenfrei kann man allerdings nur bei der “Scotiabank” abheben. Alle andern verlangen ein Entgelt zwischen 4000 und 6000 Peso (5 - 8€) pro Abhebung. Maximal 200 000 Peso können abgehoben werden (knapp 300€).
Wichtige Adressen in Chile:
Im Landay HostelFür die ersten günstigen Nächte mit etwas Komfort ist das „Landay Hostel“ zu empfehlen. Es liegt in der Erasmo Escala 2012 im Stadtteil Barrio Brasil. Nachts hat man hier viele Bars und Kneipen um sich herum und tagsüber kann man bequem in die Fußgängerzone schlendern (ca. 10 Minuten entfernt). Die Übernachtung im 6 Bett Zimmer inklusive Frühstück bekommt man für 7500 Peso (10€). Duschen und Bäder sind sauber und das Internet ausreichend schnell. Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit falls man sich in der Stadt noch nicht so gut auskennt. Es wird Spanisch und Englisch gesprochen.

 

 

Viktors Cafe MonarchieDas beste Frühstück, Mittagsmenü, Nachmittagscappucino und Feierabendbier gibt es bei Victor im Cafe Monarchie. Hier kann man auch Deutsch sprechen. Für die Qualität von 100% selbstgekochtem und zubereitetem Speis und Trank, vom Tomatensüppchen über den Rinderbraten bis hin zum selbstgemachten Eis, fehlen uns die Worte. Für alle Art von Fragen und Kontaktvermittlung in und um Santiago ist auf Viktor immer verlass. ADRESSE!!! Ein Muss bei jedem Santiago-Besuch.

 

 

 

23e In der Mitte unsere Retterin Josefa vor ihrem Arbeitsplatz. PuntomotoFür Motorradfragen und technische Hilfe ist Puntomoto in der Padre Mariano 430 im Stadtteil Providencia der richtige Partner. Hier wird Spanisch und Englisch gesprochen.

Ein Muss für Motorradbegeisterte ist die Lira Straße im Stadtteil San Joaquin.
Alles an Motorradzubehör, von “Made in Germany” bis “Scheiße aus China” ist hier alles zu kriegen, was man sich ans, ums und aufs Motorrad schrauben möchte. Sehr sehenswert, auch wenn man nichts kaufen möchte.
Infos zu weiteren Reisetipps was den Süden und das Überlandreisen mit dem Bike, sowie die Aus- und Einreise über den Landweg angeht werden folgen.

 

 

Für die weitere Reise durch Chile ist zuerst einmal die Geldfrage entscheidend. In Santiago kommt Man selten unter 35€ pro Tag weg. 10€ pro Nacht pro Person sollte man auf jeden Fall einkalkulieren, wenn man niemanden vor Ort kennt der einen beherbergt. Für die Mobilität, sofern man noch kein Mopped besitzt ist von ca. 5€ pro Tag für Metrokarte und Aufladung auszugehen. Die Karte bekommt man für einmalig 4€ an jeder größeren U-Bahnstation und aufladen kann man die sie überall. Man zahlt dann für den "Eintritt" in den Untergrund einmalig ca. 1€ und fährt bis zur Station der Wahl. Der Rest des Tagesbudgets geht für Essen drauf. Mal 2€ für einen guten Cappuccino, mal einen Zehner für ein Mittagsmenü und die restlichen 8€ für einen kleinen Einkauf welcher das Abendbrot und den Frühstücks Hunger abdecken sollte.

 

CampingJe weiter man sich von Großstadt und Touristenmagneten entfernt, desto günstiger lebt es sich natürlich. Campingplatzpreise sind in Chile gerade in der Nebensaison immer Verhandlungssache. zwischen 1,50€ und 10€ pro Person pro Nacht ist alles drin. Wer mehr als 10€ Zahlt ist zu doof zum Verhandeln oder irgendwie luxusgeil. Hostels gibt es auch überall für unter 15€. Wir können uns zu zweit natürlich auch immer die Zimmer teilen. Ich gehe davon aus, dass es für Alleinreisende etwas teurer wird. Man muss einfach noch besser verhandeln.

 

 

 

Gut 50% der Nächte hier in Chile campen wir wild. Hinderlich bei der Schlafplatzsuche sind oft die kilometerlangen und allgegenwärtigen Zäune. Aber auch hier gilt: Wer suchet der findet. Je weiter man sich von den großen Straßen entfernt, desto einfacher wird es. In den Nationalparks ist das Campen außerhalb der gekennzeichneten Flächen, welche jedoch meist kostenlos oder recht erschwinglich sind, nicht gestattet. Es gibt jedoch keine Zäune und niemanden der es kontrolliert. Nicht zuletzt kann man natürlich auch die Farmen entlang der Route fragen ob man sein Häuschen mal auf dem Weideland platzieren kann.
Alles in allem reist es sich sehr schön Richtung Süden. Auf der Carretera Austral ab Puerto Montt sollte man auf ausreichend Benzin im Tank und Nahrung in den Taschen achten. Wasser fließt in reinster Qualität immer irgendwo nahe der Straße. Das Tagesbudget wird bei überwiegender Selbstversorgung mit dem Benzinkocher und häufigem Wildcampen auf durchschnittlich 15€ pro Tag und Person gesenkt. Nach unten ist noch Luft wenn man tatsächlich vollständig auf Restaurants und Duschen in jeder Form verzichten kann.

 

Die Grenzen Chile Argentinien sind nach unserer Erfahrung unkompliziert. Einzige Schikane ist die Lebensmittel-Restriktion auf frisches Fleisch, Gemüse und Obst. Von Argentinien nach Chile hinein wird an der Chilenischen Grenze tatsächlich auch mal in die Taschen geschaut, wobei gerade bei Motorradfahrern sehr oberflächlich kontrolliert wird. Wer seine Taschen gut packt kann mit 3 Kilo verbotener Nahrung und erhobenem Mittelfinger durch den Zoll fahren.

Alles in allem ist das Reisen hier in Chile nicht zuletzt durch die netten Leute und die hohe Toleranz Reisenden gegenüber ein voller Genuss. Arm wird hier auch niemand wenn man ein bisschen mit Köpfchen an die Sache rangeht.
Ich fühle mich wohl hier.